Gesellschaftervereinbarung

2. Dezember 2019 — Dan-Alexander Levien

Sie möchten eine Gesellschaft gründen, z.B. eine Gesellschaft mit begrenzter Haftung (GmbH)? Und das gemeinsam mit einem Partner, also Mitgesellschafter? Dann könnte eine spezielle Gesellschaftervereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Mitgesellschafter eine wichtiges Fundament für Ihr gemeinsames Unternehmen sein.

Wenn Sie eine GmbH gründen, benötigen Sie zur Gründung und Eintragung dieser GmbH in das Handelsregister eine Satzung. Ohne Satzung keine GmbH. Das GmbH-Gesetz legt auch genau fest, was mindestens in der Satzung geregelt sein muss. So muss der Zwecke der Gesellschaft (z.B. Entwicklung von Softwarelösungen), der Sitz der Gesellschaft (z.B. München), das Stammkapital und dessen Aufteilung (z.B. EUR 25.000,00, zu erbingen in Höhe von jeweils EUR 12.500,00 von Gesellschafter A und B) und noch ein paar Dinge mehr festgelegt und vereinbart werden.

Sie sollten jedoch stets daran denken, dass die gesetzlichen Anforderungen an die Satzung Mindestanforderungen sind. Das bedeutet, Sie können mehr und dies maßgeschneidert für Sie regeln. Regeln Sie weniger, greifen gesetzliche Regelungen des GmbH-Gesetzes. Und es kann sein, dass die dann für Sie nicht optimal passen.

Ein Beispielsfall für eine Regelung ist, was und wie Sie vorgehen wollen, wenn ihr 50%-Mitgesellschafter und Sie sich einmal nicht einig sind. Wie wollen Sie dennoch schnell und unternehmerisch zu einer Entscheidung gelangen, ohne Ihr Unternehmen zu blockieren?

Dieses und andere Themen können Sie beispielsweise in der Satzung oder in einer separaten Gesellschaftervereinbarung regeln. Denken Sie daran, dass die Satzung im Handelsregister einsehbar ist. Eine separate Gesellschaftervereinbarung kann so konzipiert werden, dass sie neben der Satzung gilt und nicht im Handelsregister eingetragen werden muss.

Dan-Alexander Levien

Über Dan-Alexander Levien

Dan ist seit 2001 Rechtsanwalt und verfügt über besondere Erfahrungen in den Bereichen Gesellschafts-, Lizenz-, allgemeines Wirschafts- und Steuerrecht. Besonders gern moduliert er Unternehmesabläufe, so dass rechtliche Anforderungen praxistauglich integriert werden. Dan ist außerdem ausgebildeter Mediator und systemischer Coach.

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